Bevolkerung: Statistik, Theorie, Geschichte und Politik des by Karl Martin Bolte, Dieter Kappe, Josef Schmid (auth.)

By Karl Martin Bolte, Dieter Kappe, Josef Schmid (auth.)

Wir leben in einer Zeit sozialen Wandels. Die Lebenbedingungen haben sich in Verbindung mit dem Industrialisierungsprozeß in vielen europäischen und außereuropäischen Ländern während der letzten two hundred Jahre entscheidend geändert und verändern sich weiterhin. Neue Ideen und Vorstellungen haben sich ausgebreitet und wirken in viele Lebensbereiche hinein. Wechselnde Situationen im Bereich von Arbeit und Freizeit, Familie und Öffentlichkeit, kennzeichnen unser Dasein und zwingen uns zu entsprechenden Reaktionen und Stellungnahmen. Bedeutsame Veränderungen vollziehen sich u.a. im Bereich der Be­ völkerungsentwicklung sowie der Vorstellungen und Verhaltenswei­ sen, die mit dieser verbunden sind. Probleme der verschiedensten artwork und Versuche, mit ihnen fertig zu werden, sind die Folge. Die nachste­ henden Hinweise dieses Kapitels, die z.T. Auszüge aus der Literatur darstellen, mögen einen ersten Einblick in Zusammenhänge geben, um die es dabei geht. 1.1 Vermehrung der Erdbevölkerung "Haben Sie Spaß an einem kleinen Spiel? Dann nehmen Sie bitte Bleistift und Papier zur Hand. Legen Sie eine Uhr vor sich auf den Tisch und verfolgen Sie den Sekundenzeiger. Sehen Sie, wie er weiter­ rückt, Schritt um Schritt? Nehmen Sie jetzt Ihren Stift und machen Sie alle drei Sekunden fünf Striche aufs Papier. Tun Sie so, als wollten Sie etwas auszählen, das sich alle drei Sekunden fünfmal wiederholt. Sie müssen sich beeilen, wenn Ihnen der Zeiger nicht davonlaufen soll, nicht wahr? Fünf Striche alle drei Sekunden, das sind hundert Striche in der Minute, hundert Takte - ungefähr der Rhythmus eines moder­ nen Tanzes.

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71. Mackenroth (104), S. 70. Mackenroth (103), S. 111. Zum Begriff der generativen Struktur siehe ausführlich bei Botte (15), S. 259. 33 völkerungsweise - mit den übrigen Bereichen des Sozialprozesses verflochten sind. Bei diesen Untersuchungen kann man in ganz unterschiedliche Tiefen des "generativen Geschehens" vorzustoßen versuchen. Eine erste Ebene wäre der Nachweis eines charakteristischen Zusammenspiels von Geburten- und Sterbevorgang. Die nächst tiefere Ebene wäre der Nachweis eines typischen Zusammenwirkens von ehelichem und unehelichem Fortpflanzungsprozeß, des Heiratsverhaltens, der altersspezifischen Sterbevorgänge usw.

Berhaupt nicht oder völlig anders "planmäßig" gelöst sein kann. B. nur an die letzte Phase der Tokugawa-Periode (etwa 1720 - 1867) in Japan erinnert, in der diese Abstimmung insbesondere über Kindestötungen erreicht wurde. 2 skizzierten vorindustriellen Ausgangslage her zeigten sich im deutschen Reichsgebiet charakteristische Veränderungen der Geburten- und Sterbewerte, die in Fig. 1 und außerdem in Tab. 1 dargestellt sind. Wenn man einmal von den Geburtenausfällen und Sterbehochs der Kriege absieht, so lassen sich im Zeitverlauf bis zur Mitte der sechziger Jahre folgende Phasen unterscheiden: (1750 - 1875): Die Sterbeziffer beginnt seit 1750 (evtl.

Alle statistische Mittelung wischt gerade über die schichtenspezifischen Differenzierungen hinweg und löscht die generativen Strukturen aus. Wenn wir eine Gesellschaftsschicht A haben mit hoher Heiratshäufigkeit und niedriger ehelicher Fruchtbarkeit und eine zweite Schicht B von gleicher Stärke mit niedriger Heiratshäufigkeit und hoher ehelicher Fruchtbarkeit, so ergibt sich als Mittel eine mittlere Heiratshäufigkeit und mittlere Fruchtbarkeit, die überhaupt keiner generativen Struktur zugehört, sondern eben nichts weiter ist als ein unechter statistischer Mittelwert, soziologisch ohne jedes Gewicht.

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