BIOS: Zeitschrift für Biographieforschung und Oral History by Gabriele Rosenthal (auth.), Karin Hartewig (eds.)

By Gabriele Rosenthal (auth.), Karin Hartewig (eds.)

Bei den meisten der hier versammelten Aufsätze, handelt es sich um eine thematische Auswahl von Beiträgen, die auf der 7. Internationalen Oral heritage Konferenz im März 1990 in Essen gehalten worden sind. Als Produkte der "deutschen Wende" und der politischen Umbruche in Osteuropa 1989/1990 sind einige Texte inzwischen selbst schon wieder Dokumente eines historischen Augenblicks. Die häufig zu Mythen geronnenen Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg und an die Besetzung des eigenen Landes vor und nach 1945 offenbaren - aus deutscher, französicher und dänischer Sicht - überraschende Einsichten in die Ähnlichkeiten der Stereotypen, die die "Besetzten" gegenüber ihren "Besatzern" ausbildeten. Am Bei­ spiel der Erzählweisen von Deutschen über den Ersten und Zweiten Weltkrieg werden die unterschiedlichen erfahrungsgeschichtlichen Verarbeitungen eines "Stellungs­ krieges" und eines "Bewegungskrieges" deutlich: Während der "Stellungskrieg" eher die von Metaphern und geronnenen Bildern geprägte Erzählung generiert, produziert der "Bewegungskrieg" anscheinend eher Geschichten in Episodenform mit handeln­ den Subjekten. Als image des Kalten Krieges und des "Durchmogelns" durch die Nachkriegszeit wird die geteilte Sektoren-Stadt Berlin beschrieben, über deren "Durchlässigkeit" zwischen den topographischen und ideologischen Fronten (in alle Richtungen) die le­ bensgeschichtlichen Erinnerungen von West- und Ost-Berliner Grenzgängern einen Eindruck geben. Schließlich behandeln einige Texte das Verhältnis von "Eigenheit" und "Fremdheit" in der deutschen Nachkriegsgesellschaft Hier geht es am Beispiel der UmsiedlerNertriebenen in der DDR und der überlebenden deutschen Juden nach 1945 um politische und soziale Prozesse von Integration und Ausschluß, von Ver­ trautheit und Entfremdung und um die Gegensätzlichkeit der Erinnerungen und Er­ fahrungen.

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5 Gerneint ist ein Holzvergaser. ' sagte ich (753/3). Ein Mann, der Waffen transportierte, die die Briten über Funen abgeworfen hatten, berichtet, daß sein Lastwagen sowohl mit echtem Benzin wie mit Generator fahren konnte und erzählt: "Eines Tages htltte alles danebengehen k(Jnnen. Es war noch ein anderer Fahrer da, und der faßte meinen Generator an, als der kalt war, weil ich mit Bezinjuhr" (734/5). Verschiedene Mitglieder der Sabotagegruppe von Holger Danske in Kopenhagen berichten über einen Lancia-Wagen, der dem italienischen Botschafter gestohlen worden war und den man mit einem falschen Generator ausstattete: das Gerät mußte mit Zeitungspapier warmgehalten werden, damit kein Schnee darauf liegen blieb (689/9).

Die letzten Maßnahmen des NS-Terrors und des organisierten Massenmords im Winter m1d das Frühjahr 1944/45 hatte ein Rest des deutschen Judentums und eine größere Anzahl jüdischer Sklavenarbeiter im Herzen des Deutschen Reiches überlebt. 000 Juden, die 1933 noch Bürger dieses Landes gewesen waren. Die Geschichte der Reste des deutschen Judentums, jener v:erschwindenden Minderheit Überlebender ist bis heute nicht geschrieben, ja zumeist von der deutschen Geschichtswissenschaft ignoriert worden. Wenige Autobiographien oder publizierte Gespräche geben Aufschluß über dieses Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Doch hat jemand diese Parabel als Instruktion für die Saboteure eingesetzt? Auf diese Frage werde ich später noch zurückkommen. "Sprengstoff als Brennstoff' Ein Kopenhagener berichtet, wie seine Gruppe einmal eine ganze Tonne Sprengstoff auf Vorrat hatte. Einiges davon war TNT, und "es war gelb und sah aus wie Margarine. Als es so richtig kalt war, habe ich etwas davonfUr den Ofen benutzt" (768/10). Ein anderer betont, daß die Sprengstoffe aus England "großartig (waren), um mit Torf heizen zu k6nnen; wenn man so einfeuchtes Stack Torf hatte, schob man einfach eine Stange Nobel 808 drunter und dann brannte es" (719112).

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